Sicherungsschein

Sicherungsschein und Zahlungsbesicherung bei Yachtcharter


Es ist ein verständlicher Wunsch , daß lange vor Charterstart oder Reiseantritt geleistete Anzahlungen abgesichert werden.

Meist ist dann die Rede von einem "Sicherungsschein".

Was steckt hinter dem Sicherungsschein?

Der Sicherungsschein ist ein in Deutschland gesetzlich vorgeschriebenes Sicherungsinstrument für Kundenzahlungen an Reiseveranstalter.

Ein Reiseveranstalter ist eine Person oder Firma, die Reiseleistungen bündelt, und diese in Deutschland anbietet und als Paket verkauft.

Eine Reiseleistung ist z.B. ein Kombi-Paket aus Flug+Transfer+Hotel , aber es könnte auch ein Paket aus Flug+Yacht+Skipper sein.

Aber die Charter einer Yacht zum Selbstsegeln oder auch mit zugebuchtem Skipper ist rechtlich gesehen keine "Reiseveranstaltung", sondern "Miete"!

Ihr Charter-Vertragspartner ist i.d.R. eine ausländische Firma, denn nur am Sitz der Basis registrierte Firmen dürfen dort legal verchartern. Dies gilt auch, wenn diese Charterbasis eine "Filiale" einer deutschen Betreibergesellschaft ist (dies ist z.B. bei einigen größeren deutschen Vercharterern so).
D
er letztendliche Vertragspartner ist also der Geldempfänger und dieser ist in fast allen Fällen eine im Ausland sitzende Charterfirma.

Daher muß man genau hinsehen, wer genau versichert ist!

Manche sagen: "Interessiert mich nicht, denn ich buche bei meiner Agentur im Inland!"
Fataler Irrtum!
Es gilt immer der Vertrag der Charterfirma in derer Landessprache, und das Recht am Erfüllungsort = Ausland.

Charteragenturen sind fast ausnahmslos Handelsvertreter, die den (Yachtmiet-) Vertrag der Charterfirma lediglich zwischen Kunde und Charterfirma VERMITTELN! (und selbst nichts "veranstalten" oder "vermieten"!).
Das ist auch ganz seriös - wie ein ganz normaler Handelsvertreter eben.

Als Kunde denkt man nun, es wären die Zahlungen zu 100% abgesichert !
Das ist jedoch - wie man bei genauerem Hinsehen leider häufig feststellen muß - falsch und es wird manchmal den Kunden eine Sicherheit vorgegaukelt, die es tatsächlich nicht gibt!
Denn ein Sicherungsschein einer Agentur alleine nutzt dem Kunden gar nichts, denn damit ist nur die Zahlung an diese Agentur versichert!
Und zwar auch nur bis zu dieser Agentur und eben nicht weiter!
Leitet die Agentur aber wie üblich und ordnungsgemäß die erhaltene Chartersumme an den Vercharterer weiter, ist die Haftung der Agentur beendet, der Betrag ist ab dann nicht mehr versichert, wenn die Charterfirma ihrerseits selbst nicht versichert ist!

Nur ein Sicherungsschein der Agentur UND des letztendlichen Geldempfängers, also der Yachtcharterfirma hat für den Kunden Sinn!

Es ist also wichtig zu wissen, WER Ihnen einen Sicherungsschein anbietet, und WAS genau damit abgesichert ist!

* die Agentur ist versichert: das umfasst also möglicherweise NUR die Agentur, aber nicht unbedingt der Vercharterer: hat die Agentur (pflichtgemäß) die Anzahlung weitergeleitet, und der Vercharterer geht pleite, ist die Agentur nicht haftbar zu machen, der Sicherungsschein ist Makulatur!

* wenn die Agentur VERANSTALTER ist (Definition beachten!), gilt der Segeltörn als "Reise" (was aber unüblich ist, weil man dann erheblich höhere Haftung trägt!) und damit müsste nach üblicher Verfahrensweise die gesamte Leistung versichert sein! Das kann man bei der Versicherung, die auf dem immer nummerierten (!) und ORIGINALEN Sicherungsschein aufgedruckt ist, erfragen.

* der Vercharterer ist versichert = das umfasst nicht (unbedingt) die Agentur - geht die Agentur pleite und hat pflichtwidrig die erhaltenen Gelder nicht weitergeleitet, ist der Vercharterer nicht zur Herausgabe der Yacht verpflichtet, er wird hingegen auf nochmaliger Zahlung bestehen!
Wobei sich dann die Frage stellen kann, warum der Vercharterer diese fehlende Zahlung hingenommen hat, und ob ihn dann nicht eine Mitschuld und Schadenminderungspflicht trifft! Aber setzen Sie das mal gerichtlich im Ausland durch...
Jedenfalls müssten Sie dann das Geld von der deutschen Agentur zurückfordern - falls die nicht pleite ist...

* eine ausländische Firma kann keine deutschen Sicherungsscheine ausgeben, da nur in Deutschland ansässige Firmen versicherbar sind

* Achten Sie darauf, was auf dem Sicherungsschein angegeben ist!
Wenn eine (gerade ausländische) Charterfirma sagt:" Wir sind von XY-Versicherung "anerkannt" oder "gelistet".." sagt das überhaupt nichts aus, denn nur, wer Prämien bezahlt, ist auch versichert!
Auf "Bonitätslisten" werden Firmen genannt, die in der Branche bekannt, und noch nicht negativ aufgefallen sind. Das ist ein Indiz für einen gewissen Grad an Bekanntheit, vielleicht auch für Seriösität, versichert ist dabei aber noch nichts. Ausländische Charterfirmen sehen dazu keinen Grund, denn der deutsche Markt ist nur ein Bruchteil des Gesamtbuchungsvolumens international. Daher delegiert man dies (und die Kosten) an die Agenturen. Wenn also eine Firma auf solch einer Liste steht, kann man - als Charterer oder Agentur oder Charterfirma - Zahlungsabsicherungen per Sicherungsschein einzeln zukaufen.

Wie handhaben wir die Zahlungsbesicherung bei Yachtcharter?

  • wir sind seit 1991 im Yachtchartergeschäft und haben noch NIE (!!) einen Zahlungsausfall erleiden müssen.
  • Das Gesamtrisiko verteilt sich auf eine Vielzahl von Charterfirmen über die ganze Segelsaison von April bis November und ist daher relativ gering, wie uns eigene kalkulatorische Auswertungen aus über 20 Jahren Yachtcharter unter Berücksichtigung diverser variabler Prämissen zeigen.
  • Es handelt sich bei unseren Charterpartnern um i.d.R. langjährig etablierte und ständig mit uns zusammenarbeitende Firmen, so daß ein hohes Maß an Sicherheit gegeben ist!
  • schon alleine die Listung bei unserem Versicherungspartner EIS (und meist auch Pantaenius) zeigt, dass die jeweilige Firma existiert und seriös ist.
  • für kleinere Firmen ist die Listung zu verwaltungsaufwändig und zu kostenintensiv, dennoch müssen die nicht unseriös sein, so mancher kleine Familienbetrieb existiert solide und zuverlässig seit Jahrzehnten! Da ich die Partner teilweise ebensolange kenne, kann ich bei diesen Firmen auch ohne Sicherungsschein ruhig schlafen!
  • Neue Charterpartner durchlaufen einen hauseigenen Prüfungsprozess - das kann nicht jedes Risiko ausschließen, denn auch wir können ja nur begrenzt prüfen, aber es erheblich reduzieren!
  • Sicherungsscheine unserer deutschen Vertragspartner/Charterfirmen erhalten Sie automatisch nach der Anzahlung kostenlos zugesendet
  • Sicherungsscheine für fast alle von uns angebotenen Firmen können zugebucht werden.

Fragen? Gerne können Sie anrufen: +49 81 22 95 89 660

Impressum

 


 

Wir sind in vielen europäischen Ländern mit Yachtcharter-websiten vertreten und arbeiten u.a. mit folgenden Homepages zusammen:

unsere polnische Jachtow website und wir bieten Yachten auf Mallorca zum Segeln
wir sind auch in Russland online ebenso wie in Schweden segeln
unsere italienischen Freunde buchen barche a vela
Holländer zeilen in de middellandse zee und unser Programmierer fährt gerne Ski in osteuropäischen Skigebieten zwischen Tschechien und Polen bis Tiefschneepowdern in usbekistan